Gastbeitrag: Chronischer Mensch.

Diese Woche begegnete mir in einem dezentralen Kurznachrichtendienst ein Rant (für die mich stalkenden Personen: das ist Internetsprache für „Schimpftirade“, „Klartext reden“ und manchmal auch einen wortreichen Wutausbruch). Dieser Rant stammte von „Anja“ und befasste sich mit chronischen Beschwerden, ÄrztInnen, die ihre PatientInnen nicht ernst nehmen und Menschen, die daran verzweifeln. Und Anja schrieb mir […]

Wie es geht.

Lange nichts mehr gebloggt. Ich musste mir über vieles klar werden. Und es wiederholt sich ja auch nur alles. Jedenfalls bezogen auf die Menschen in meiner Umgebung. Dennoch wurde mir in den vergangenen Monaten einiges klar. Zum Beispiel, dass ich niemandem etwas schuldig bin. Auch nicht meinem Ex, der sich darauf auszuruhen scheint, dass die […]

Zu viel Liebe. Zu viel Gefühl.

Zu viel Liebe hatte ich in mir, so fühlte es sich an. So viel, dass es mich quälte und ich nicht wusste, wohin damit. So war das jahrelang, während meines ganzen bisherigen Erwachsenenlebens, und es wurde immer deutlicher, je älter ich wurde. Ein toller Job änderte daran nichts, meine Ehe und Freundschaften auch nicht und […]

Hochzeitsbasilikum.

Ich wurde gebeten, doch die Geschichte, die hinter unserem Hochzeitsbasilikum steht, einmal näher zu erzählen, und das tue ich hiermit. Ich sage gleich vorweg, dass es eine lange Geschichte ist. Aber zumindest ist sie mitunter ganz unterhaltsam. Dass wir irgendwann heiraten würden, meine Liebste und ich, das war uns bereits in einem sehr frühen Stadium […]

Schämt Euch.

Blut sei dicker als Wasser, sagtet Ihr, und dass in der Not nur die Familie immer da sei und helfen würde. Dass ich deswegen nicht so viel Wert auf Freunde legen solle, denn die ließen einen im Zweifelsfall immer im Stich. Und Ihr wart als erste weg, als ich wirklich Hilfe gebraucht hätte. Vor allem […]

Moral mit Unterhaltungswert.

Und während meine Herkunftsfamilie mich nicht grüßt, wenn wir uns zufällig treffen, weil ich ihren gehobenen Moralvorstellungen nicht entspreche, kursiert in dem Dorf, in dem auch meine zwei Tanten mit ihren Familien leben, das Gerücht, sie würden ihr Sexualleben regelmäßig durch einen Partnertausch aufpeppen. Ist sicher nur ein Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt. Wie das […]

Wie ich bin. Wie es ist.

Ich sei wie mein Vater. Oder dessen Mutter. Das pflegte meine Mutter mir um die Ohren zu hauen, wenn ihr etwas, das ich tat, nicht gefiel. Und dass das die größte Verletzung war, die sie mir zufügen konnte, dafür hatte sie jahrelang gesorgt. Als ich eine Jugendliche war, war ihr zum Beispiel meine Schlüpferschublade nicht […]

Nächster Dienstag.

Vergessen worden, ignoriert worden, getröstet worden, enttäuscht worden, gefüttert und getränkt worden, ins Bett gebracht worden, in den Arm genommen worden. Am nächsten Dienstag meines Lebens bleibe ich dann einfach im Bett. Bester Plan ever.