Ach, Menschen. Ach, Internet.

Ich bin nicht menschenkompatibel. Das habe ich in den letzten Jahren wiederholt festgestellt.

Während ich der Ansicht bin, dass man sich doch einfach meiden könnte wenn man sich nicht mag, stalken, beleidigen und unterstellen andere fröhlich drauf los und schaffen es so, das virtuelle und das reale Leben gegen meinen Willen miteinander zu vermischen. Die eine hat offenbar mehr Fantasie als in ihre maximal mittelmäßigen Krimis passt, die andere anscheinend zu wenig eigenes Leben für die ihr zu Verfügung stehende Zeit. Wieder andere, ob mit Twitteraccount oder ohne, nutzen das Internet zum Hinterherschnüffeln, Bewerten, Bedrohen, Erziehen und, vor allem, um sich über andere zu stellen. (Ja, ich weiß: Ihr seid natürlich wirklich so toll.)

Und ich nutze es künftig gar nicht mehr auf soziale Weise, denn ich habe es satt.

Ja, Twitter fehlt mir manchmal. Besonders einzelne Menschen. Andererseits bin ich in den letzten zwei Jahren so langsam paranoid geworden und mir unsicher, wem ich eigentlich noch vertrauen kann. Die Twitter-Auszeit von inzwischen etwa einem halben Jahr, genau weiß ich das gar nicht, tut gut und ich werde in absehbarer Zeit auch aufhören zu bloggen. Ein Austausch wie ich ihn mir wünsche findet ohnehin nicht statt. Und die Freude am Kontakt mit Menschen wurde mir auch auf Twitter gründlich ausgetrieben.

Meine Frau, die mit alldem am Wenigsten zu tun hat, weil die möglichen Auslöser alle vor ihrer Zeit geschahen, leidet am meisten darunter und das sehe ich mir nicht länger an.

Zum Abschied möchte ich noch drei Dinge sagen:

1. Meinen lieben Ex-FollowerInnen wünsche ich von Herzen alles Gute. Ihr fehlt, aber wir werden sicher alle sehr schnell darüber hinwegkommen.

2. Sollte in ein paar Tagen wieder ein unerbetener Blumenstrauß hier eintreffen, landet er direkt in der Tonne.

3. Den Stalkerinnen noch viel Freude am Zerreißen des eigenen Maules. Hass macht hässlich, und das kann speziell in Eurem Fall doch niemand mehr wollen.

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