Verstanden. Ein Dank.

Drei Blogposts an einem Tag, das ist schon heftig. Sorry dafür. Aber heute habe ich endlich etwas verstanden. Die Information an sich habe ich schon länger im Kopf, aber heute hat es endlich geklickt und sie ist richtig angekommen.

Diese Menschen, die sich von mir distanzieren, tun dies zum Selbstschutz. Für diejenigen, die dann auch noch auf mir herumhacken, mich auf niedrigstem Niveau angreifen oder hinter meinem Rücken über mich reden müssen, ist der Kontakt zu mir ganz besonders riskant.

Denn ich hinterfrage mich, hinterfrage meine Art zu leben und das, was andere zu sein und zu leben vorgeben, ich treffe Entscheidungen und stehe dazu – und das nicht mal unbedingt bewusst. Wenn man einen Menschen, der so etwas tut, also bewerten möchte, und man bewertet Menschen oft automatisch, dann zieht man dazu zwangsläufig die eigenen Maßstäbe heran, das eigene Leben, die eigenen Vorstellungen. Anders funktioniert das nunmal nicht. Da passiert es schnell, dass man Dinge sieht, die man bei sich selbst lieber nicht wahrnimmt. Ähnliche Gefühle, zum Beispiel. Oder eben ganz andere. Oder man erkennt Tendenzen, Gedanken, die man nicht wahrnehmen möchte. Sowas kann nicht nur das Selbstbild, sondern das ganze Leben gewaltig durchschütteln und das ist – wie man an meinem Beispiel sieht – unbequem. Oder sogar gefährlich. Für den Status Quo. Für das, was man von sich selbst sehen möchte. Und für das Bild, das man anderen zeigen möchte. Also fühlen diese Menschen sich dazu genötigt, zu stänkern, zu beißen, zu lügen, sich durch meine pure Existenz belästigt zu fühlen und gleichzeitig jede meiner Bewegungen im Netz zu beobachten und von vermeintlich oben herab zu kommentieren. (An dieser Stelle einen besonderen Gruß an die zwei BesucherInnen, die meinen Blog ganz mutig über den Proxy hide.me besuchen, und zwar allein 23 Mal in den letzten drei Monaten.)

Ich mache mich nicht lustig über diese Menschen. (Obwohl – doch, über zwei davon muss ich schon ein wenig schmunzeln. Entschuldigung.) Ich verurteile sie nicht. Vermutlich ist es nicht einmal ihre bewusste Entscheidung, denn schon um die fällen zu können, müssten sie bei sich selbst ganz genau gucken. Ich stelle nur fest, habe hiermit eine Erklärung für dieses mir bisher absolut rätselhafte Verhalten und kann beruhigt sein. Denn an mir ist gar nichts falsch. Ich bin in dieser Hinsicht nur anders als sie. Und daran ist nichts falsch. Ich muss nicht zurückbeißen. Ich muss mich aber auch nicht verändern. Ich akzeptiere jetzt, dass es solche Leute gibt und wundere mich über gar nichts mehr.

Danke für diese Lehre, Leben, Twitter, Familie und Freunde. Ernsthaft: danke!

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