Schuld und Not. 

Man kann unverschuldet in Not geraten. Zum Beispiel in finanzielle Not oder in Wohnungsnot, in lebensgefährdende Not. In freundschaftliche, zwischenmenschliche Not aber, so scheint mir, kommt man nur selbstverschuldet. Und was das Verständnis oder die Hilfsbereitschaft angeht, scheint das einen Unterschied zu machen.   Unverschuldete Not. Das „unverschuldet“ ist offenbar wichtig, wenn man Hilfe braucht. Es […]

Vertrauen. Mut. Risiko. Scheitern.

Man kann einer Person Vertrauen schenken, weil sie ähnliche Gene hat. Oder weil sie angibt, einer bestimmten Berufsgruppe anzugehören. Vielleicht vertraut man, weil jemand mehrere tausend FollowerInnen auf Twitter oder soundsoviele "Freunde" auf Facebook hat. Man könnte jemandem vertrauen, weil man den Arbeitgeber oder den Beruf dieser Person für seriös hält und diese Annahme auf […]

Zwischen den Zeilen. 

Als intelligent gilt anscheinend nur, wer zwischen den Zeilen lesen und schreiben kann.  Wer nicht manipuliert und wer nicht merkt, wenn er manipuliert wird, wird als bestenfalls naiv wahrgenommen.  Charakter, Ehrlichkeit und Selbstkritik liegen zwischen den Zeilen und haben dort oft wenig Platz.  Ich passe nicht in diese Welt. Ihr könnt und wollt das nicht ändern. […]

26 Jahre. Sechsundzwanzig.

26 Jahre Schmerzen. Immer heftiger, an immer mehr Stellen, das Leben immer mehr einschränkend.   26 Jahre Arztsuche. Von einer ÄrztIn zur Anderen, jedes Mal neue, andere Diagnosen.   26 Jahre Entwürdigung. Tolle Tipps wie „einfach 30 kg abnehmen, Sport³, Psychotherapie, Arbeit“, die die eigene Schuld implizieren. Oder: „Wenn Sie [beliebige Therapie einfügen] nicht wollen, […]

Wechselbad Twitter. 

Twitter ist für mich oft eine Bereicherung, aber auch eine Herausforderung, sowohl auf intellektueller als auch auf sozialer Ebene. Es fordert mich heraus in Empathie, Diplomatie, Rhetorik, Selbstbeherrschung in dem, was ich lese, in dem, was ich veröffentliche und vor allem dem, was ich NICHT veröffentliche. In all dem bin ich mal mehr und mal […]